Die Kultur in der Türkei ist so facettenreich und aufregend wie man sie in nur wenigen anderen europäischen und asiatischen Ländern vorfindet. Die Türken gelten als sehr stolzes, traditionelles, aber auch ausgesprochen gastfreundliches, neugieriges, tolerantes und weltoffenes Volk. Ein Blick auf die jährlichen Feiertage in der Türkei verrät, welche grundsätzlichen Werte den Einheimischen besonders wichtig sind. So werden jedes Jahr neun nationale Feiertage gefeiert, wobei wie in Deutschland der 1. Mai den Tag der Arbeit und Solidarität darstellt.
Die osmanische Küche
Neben Neujahr gehört auch der Tag des Sieges zu den großen Feiertagen des Landes. Gerade in den ländlichen Gebieten, mittleren und kleineren Städten bzw. Gemeinden werden diese Tage mit Militärparaden gefeiert. Zudem ist das Fest des Fastenbrechens am Ende des Ramadan-Monats ein großes Ereignis für die Menschen, welches auch in anderen Ländern mit türkischer Gemeinschaft teilweise hoch angesehen ist. Eine große Stellung in Hinsicht auf die Kultur in die Türkei nimmt auch die osmanische Küche ein. Ähnlich wie in Deutschland gelten auch im eurasischen Land Backwaren als sehr beliebte Speise für die Nachmittagszeit. Dazu zählen u. a. Pide, ein weiches Fladenbrot, das aus Hefeteig hergestellt wird, und Ekmek, das türkische Weißbrot. Zudem gilt Lahmacun, welches auch in Deutschland bekannt ist und gerne gegessen wird, als eine der beliebtesten Backwaren in der Türkei. In Hinsicht auf warme Speisen stellt auch in der Türkei der Kebab das Nationalgericht schlechthin dar. Je nach Region gibt es allerdings verschiedene Variationen, etwa den würzigen Adana-Döner oder Iskender Kebab. Getrunken wird vor allem türkischer Kaffee oder Tee, aber auch Ayran, Bosa oder Raki, eines der bekanntesten Alkoholgetränke der Türkei.
Türkische Volkssportarten
Eine weitere Besonderheit in Bezug auf die Kultur in der Türkei stellen gewisse Volkssportarten dar, die häufig in der Bevölkerung ausgetragen werden, wenn es etwas zu feiern oder veranstalten gibt. Hierbei steht vor allem Kamelringen, bei dem gekreuzte Kamelarten inklusive Reiter gegeneinander antreten und insgesamt vier Gewichtsklassen ausgetragen werden, im Vordergrund. Auch der Öl-Ringkampf ist eine typische Tradition in der Bevölkerung. Hierbei werden zwei gegeneinander antretende Kämpfer von Kopf bis Fuß mit Olivenöl eingestrichen und spezielle Lederhosen getragen. Als Kampffläche dient ein schlichter Rasen. Ausgesprochen beliebt ist auch ein eigentlich typisch alpiner Brauch. Die Literatur von Heidi gilt als beliebte Berühmtheit im islamisch geprägten Land, was man vor allem an den Verkaufszahlen der Literatur bei der Kinderzielgruppe feststellen kann. Der türkische Titel lautet im Übrigen Haydi, was auf Deutsch übersetzt so viel wie „Los!“ bedeutet.
Die Menschen in der Türkei
In Hinsicht auf die Kultur in der Türkei sollte man stets zwischen zwei regionalen Abweichungen unterscheiden. Während gerade die großen Städte, allen voran Bursa, Istanbul, Izmir, Ankara und Antalya, die Türkei des 21. Jahrhunderts, das ausgesprochen international geprägt ist, den Atatürk-Gedanken des gemeinsamen Staates vertritt, sind die weniger besiedelten Gebiete sehr viel traditioneller und muslimischer geprägt. Weltoffen und gastfreundlich sind aber auch die Menschen in den ländlichen Regionen, wobei man sagen muss, dass sich Reisende dennoch an die Gegebenheiten anpassen sollten. Denn in der Natur der Einheimischen liegt der Grundsatz, die Kultur in der Türkei mit Stolz und Spaß den Gästen zu präsentieren und ihre Vorzüge verständlich herüber zu bringen. Alternativ empfiehlt sich auch ein Urlaub in Kroatien.
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